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Dieses Dokument ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Grundlagen der Mikroökonomik.

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Online-Kurs Grundlagen der Mikroökonomik

Kapitel 7:
Monopol und Oligopol > Monopol
zum Text 

Wie entsteht ein Monopol und wie kann es zerschlagen werden?

Es gibt verschiedene Wege, wie ein Monopol entstehen kann.

Der erste Weg führt zum sogenannten "natürlichen Monopol".
Ein Unternehmen schafft es, durch besseres Wirtschaften oder schnelleres Wachstum, alle anderen Konkurrenten vom Markt zu verdrängen und schließlich als einziges Unternehmen übrig zu bleiben.
Meist geschieht dies durch schnelles Wachstum, wodurch die Firma wegen sinkender Produktionskosten infolge von Fixkostendegression oder billigerem Input aufgrund von Mengenrabatten billiger als die anderen Firmen anbieten kann.

Ein andere Möglichkeit ist die alleinige Kontrolle über einen Inputfaktor. Sind die Nachfrager zudem nicht in der Lage, diesen Faktor durch etwas anderes zu ersetzten, hat der Anbieter die völlige Kontrolle über den Markt und kann nach Belieben Preise und Mengen diktieren.

Ein üblicher Fall sind auch staatliche Monopole oder vom Staat geschützte Monopole.
Bis vor einigen Jahren hatte der Staat das Monopol über Post und Telekommunikation inne, die später aber liberalisiert wurden.
Noch heute behält der Staat das Monopol über Glücksspiel. Städtische Anbieter wie Wasserwerke sind ebenfalls Monopolisten, da nur sie Wasserver- und -entsorgung anbieten.
Patente sind eine Form von staatlich geschützten Monopol, da der Besitzer des Patents damit nach Belieben tun und lassen kann was er will.
Der Schutz von Patenten ist sehr wichtig, da derjenige, der Zeit und Geld in die Entwicklung gesteckt hat, nun einen Monopolgewinn erzielt. Dürfte jeder seine Idee sofort kopieren, wären die Imitatoren im Vorteil, da sie keine Entwicklungskosten hätten.
Der Schutz von Patenten sorgt dementsprechend auch für das Voranschreiten der Forschung.

Auf der anderen Seite stellt sich natürlich auch die Frage, wie ein Monopol zerschlagen werden kann.
Dem Staat stehen dazu einige Möglichkeiten offen. Zum einen kann er durch Wettbewerbspolitik versuchen, anderen potenziellen Anbietern den Zugang zu dem Markt zu erleichtern. Die Folge wäre ein schärferer Wettbewerb.
Eine weitere Alternative ist die Regulierung des Monopolisten. Der Staat kann ihn zwingen, zu bestimmten Preisen anzubieten und sein Angebot auszuweiten oder er kann Sondersteuern auf seine Gewinne erheben.
Eine weitergehende Möglichkeit ist die Verstaatlichung des Monopolisten, was allerdings in unserer liberalen Wirtschaftsordnung eher eine Ausnahme darstellt. Darüber hinaus ist der Staat in der Regel kein guter Wirtschafter bei Unternehmen.

Monopole können durch das Verdrängen der Konkurrenten, durch die Kontrolle von Inputfaktoren oder Patente entstehen.
Um sie aufzulösen und mehr Wettbewerb zu erreichen, kann der Staat durch Wettbewerbspolitik neue Anbieter anlocken, er kann spezielle Bestimmungen für den Monopolisten erlassen oder er kann ihn direkt Verstaatlichen.




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